Skitourenwochenende Meißner Haus - 20/21.02.2016 (Martl Fritzsche)

Das Wochenende stand zunächst nicht unter einem glücklichen Stern, wie schon der gesamte Winter aus skitourentechnischer Sicht ein schwieriger war.

Viel zuwenig Schnee führte zu einer in diesem Winter sehr ausgeprägten bodennahen Schwachschicht, einem gefährlichen Kugellager. Diverse ,teils massive Lawinenabgänge und tragische Lawinenunfälle zeigten schon im Vorfeld die Brisanz.

Der Wetterbericht kündigte „ein turbulentes Wochenende“ an, Durchzug einer Warmfront zunächst mit Schneefall unter starkem Windeinfluss und im weiteren Verlauf wieder einmal einem massiven Temperatursprung , 0 Grad Grenze auf 3250m steigend.

Die Lawinenwarnstufe immer noch auf einem dicken 3 er, na dann Prost-Mahlzeit.

Durch einen sehr frühen Aufbruch und eine sehr fitte Mannschaft konnten wir am Samstag den Morgenkogel nach 1650hm Aufstieg gerade noch vor dem Wetterzusammenbruch erreichen.

Schneefall und Sturm setzten ein als wir auf dem Gipfel waren, die Abfahrt war bei leicht eingeschränkter Sicht deutlich besser als erwartet mit viel powder Freuden.

Früh auf der Hütte,- konnten wir dann erstmal richtig entspannen bei Kaspressknödelsuppen, Kaffe, Kuchen, gut versorgt von den wirkliche Symphatischen Hüttenleuten.

Gut ausgeruht ging es dann bei gehörigem Schneefall nochmal raus an die frische Luft zur VS Schulung. In mehreren Durchgängen zunächst der Einfachverschüttung dann der Mehrfachverschüttung konnten wir unsere Kompetenzen zunehmend steigern, und waren nach dieser zusätzlichen Arbeit alle platt und hungrig. Riesenschnitzel ließen uns zur Ruhe kommen.

Ein geselliger Ratschabend folgte, - draußen schneite es ohne Unterlass und Hoffnungen auf einen Powder Sonntag machten sich breit.

In der Nacht erwachten wir dann vom Donnergrollen, die Warmfront machte ihrem Namen alle Ehren, extreme Erwärmung, massiver Regen, von Neuschnee war bis in die Morgenstimmung nichts mehr übrig. Die Schneedecke in den höheren Lagen hatte sich reichlich „eingeschwert“ und es donnerte ringsum herum von abgehenden Lawinen.

Die Entscheidung zum „kontrollierten Rückzug“ fiel trotz der eindeutigen Lage und dem Lawinenlagebericht, der dies leider auch nochmals verdeutlichte, dennoch schwer, waren wir doch alle nach dem erfolgreichen Vortag hoch motiviert.

Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren dennoch sehr positiv und so war es insgesamt, trotz der schwierigen Bedingungen, eine runde Sache.

Email Rückmeldung Andreas Bärtschi:

Hallo Martl,

ja, es war eine wirklich schöne Tour und eine nette Runde. Vielen Dank noch mal Du bist ein super Tourenguide, wir haben uns glaube ich alle gut aufgehoben gefühlt. Die Fotos bewiesen`s, sogar das Wetter war gut, zumindest bei den meisten Schüssen. Ich hoffe ich krieg das mit dem Anhang hin. Ich würde gerne zum Zwieselbacher Rosskogel mit wenn noch Platz ist und


Email Rückmeldung Ulrich Stein:

Hallo Martl,

leider habe ich vorher versäumt, mich noch ausdrücklich für Deine gute Touren-Führung zu bedanken. Es hat alles sehr schön gepaßt, auch die Abstände der Pausen beim Aufstieg und beim Abfahren waren für mich ganz gut so. Die Bedingungen habe ich durchwachsen, aber mit sehr schönen Zwischenstücken, gefunden.