Wegebau am Geigelstein - 04.10.2014

In einer Gemeinschaftsleistung sicherte eine Gruppe des Deutschen  Alpenvereins (DAV) der Sektion Prien einen Wegabschnitt zum Geigelsteingipfel.

Der 2. Vorsitzende Herbert Ass, die Schriftführerin Sylvia Burckhardt-Haas, der Jugendreferent Andreas Mayer und die Verantwortliche für den Kinderkursbetrieb Ulla Perl aus dem Vorstand der Sektion sahen ihre Teilnahme als selbstverständlich an und waren nach der Mitwirkung an den Vorbereitungsarbeiten mit dem kommissarischen Wegewart Leonhard Perl auch am Arbeitseinsatz dabei.

Der Weg, über den die Wege Nr. 200 und 207 verlaufen, war durch Starkregen des vergangenen Sommers und Trittspuren neben dem eigentlichen Wegeverlauf arg in Mitleidenschaft genommen. Vor wenigen Jahren erst mit nicht unerheblichem Aufwand an Arbeitskraft und Material saniert, war der Abschnitt oberhalb der Oberkaseralm bis hinauf zum Sattel zwischen Geigelstein und Rossalpenkopf an mehreren Stellen sehr ausgeschwemmt und nicht mehr gut begehbar. Der Belag aus lockerem Geröll machte das Gehen mühsam und so wichen viele Bergwanderer auf die Ränder und auf die Almwiese aus.

Die Beliebtheit des Geigelsteins als Wanderziel und die damit verbundenen vielen Bergschuhtritte ließen neue, ausgetretene Pfade neben dem eigentlichen Weg entstehen. Diese nutzte auch das Regenwasser, das sich aus den umliegenden weiten Hängen sammelte, den wertvollen Humus talwärts verfrachtete und teilweise tiefe Rinnen ausschwemmte.
Mit einer Sondergenehmigung wurden schweres Werkzeug wie Pickel, Hauen und Schaufeln und Material wie z.B. Balken und Eisenstifte und die freiwilligen Helfer hinaufgefahren. Andreas Meier stellte zum Transport des Werkzeugs seinen Pickup zur Verfügung.

Dass nach einem stundenlangen Aufstieg mit schwerer Last effektive, körperliche Arbeit eher schwer vorstellbar ist, war wohl manchem Wanderer bzw. Radlfahrer nicht klar.  Noch schwieriger erweist es sich, dafür auch noch freiwillige Helfer zu finden. Daher kamen wohl auch die Verwunderung über den Verkehr der „Einsatzfahrzeuge“ und der gelegentlich gezeigte Unmut darüber.
In mehreren Abschnitten machten sich Arbeitsgruppen daran Markierungen anzulegen bzw. aufzufrischen, schon vorhandene Stufen zu reparieren, Balken zu befestigen und neue zur Hangstützung einzubauen, Wasserabweiser anzulegen und vorhandene zu räumen.

Im oberen Bereich bauten die Freiwilligen des DAV Prien größere Steine und Felsbrocken als Wassersperren und Trittstufen ein. Das dazu noch notwendige Füllmaterial musste mühsam aus tiefer gelegenen Sandanschwemmungen in der Wiese nach oben getragen werden.

Bei schönstem Bergwetter gelang den „AVlern“ mit tatkräftigem Einsatz und bei guter Laune ein Beitrag zum Schutz des Gebietes am Chiemgauer Blumenberg, der mit einer Einladung der Sektion Prien zu einer Brotzeit auf der Priener Hütten belohnt und abgerundet wurde.

Helfer von Jung und Alt bei der Wegsanierung nach getaner Arbeit. Von links nach rechts, stehend aus dem Vorstand der Sektion Ulla Perl , Sylvia Burckhardt-Haas, Herbert Ass, Herbert und Angelika Schwalbe, Andreas Mayer, Carmen Jungbeck, Roland Zeh, Rainer Boyer, Günther Colosio; sitzend Moritz Fischer und Erhard Busch. Nicht auf dem Bild, weil noch an einem anderen Abschnitt beschäftigt: Jörg Huber, Stefanie Koppitz, Marco Rempt, Andreas Meier und Leonhard Perl